Schatzhüter der Geo-Basisdaten tagten


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Rund 300 Geomatiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben in Bad Ragaz getagt. Im Blickpunkt der Konferenz standen das Berufsprofil und neue EDV-Systeme.

Wer hat das nicht schon erlebt: Da wird eine neue Strasse eingeweiht, ein Hochbaus übergeben oder ein Golfplatz, und der Dank richtet sich an Architekten, Bauleute und Finanziers. Nur an die Vermesser denkt keiner. Dabei wäre ohne die gar nichts gegangen. Für alles, was mit Grund und Boden zu tun hat, braucht es die millimetergenau arbeitenden Geo-Ingenieure - und zwar nicht nur fürs blasse Messen, sondern auch fürs Managen, Planen und Prüfen.

Sattelfeste Generalisten .

FiG-Präsident Professor Dr. Holger Magel von der Universität München, mahnte die in Bad Ragaz versammelten Vermessungsingenieure denn auch, sich als «sattelfest spezialisierte Generalisier!» zu verstehen. Nicht hochgezüchtetes Spezialwissen sei heute gefragt, sondern umfassende Kompetenz in Fragen des Bodenmanagements, der Infrastrukturplanung und bei Umweltaspekten.

Der Berufsstand, der in den priesterlichen Landvermessern des antiken Ägyptens seine Vorbilder habe, verkaufe sich heute unter Wert und gehe bei vielen Studenten als zweite Wahl. Dies auch deshalb, weil ihm noch im mer der Ruf des Amtlichen, an hänge.

Darum sollten sich die Messexperten als Partner der Raumplanung begreifen. Das Rüstzeug dazu hätten sie. Im Wettbewerb käme es darauf an, neue Zuständigkeitsfelder zu beanspruchen, die «Heimat präventiv mitzugestalten» und dabei die «Spannung zwischen Wollen und Sollen» auszuhalten. Magel beinahe philosophisch: «Nachhaltige Lebenskunst ist die beste Grundlage für eine nachhaltige Gestaltung der Lebensräume.».

Quelle: Reinhold Meier, 23.05.2005

 

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