Die Ausbildung zum Vermessungstechniker


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Der Vermessungstechniker/-in ist ein nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert 3 Jahre, welche in der Ausbildungsstelle und turnusmäßig in der Berufsschule absolviert wird. Während dieser Zeit werden grundlegende Kenntnisse vermittelt, unter anderem in den Bereichen Vermessungen (Datenerfassung nach Lage und Höhe), Kenntnisse über Vermessungsinstrumente, vermessungstechnische Berechnungen, Herstellung von Karten und Plänen sowie der Umgang mit Rechts- und Verwaltungsvorschriften. In der Ausbildungsstelle wird der Lehrling sowohl im Innendienst als auch im Außendienst eingesetzt und erlangt dadurch eine praxisnahe Ausbildung.

Die Ausbildungsinhalte und die Prüfungsordnung werden zurzeit überarbeitet und den heutigen Ausbildungszielen angepasst. Ab dem Jahr 2010 ist mit einer neuen Prüfungsordnung zu rechnen.

Ausbildungsstellen sind die jeweiligen Kataster- und Landesvermessungsbehörden, die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure, Ämter für Agrarordnung, Wasser- und Schifffahrtsämter, kommunale Vermessungsstellen aber auch Ingenieurbüros, größere Baufirmen oder Energie- und Versorgungsunternehmen.

Bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle bei einem Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur in Ihrer Nähe können Sie vielleicht bei den Kollegen des Verbandes fündig werden.

Der Auszubildende sollte in der Lage sein, strukturiert zu denken und zu handeln und er sollte mathematische und zeichnerische Fähigkeiten sowie eine gute Allgemeinbildung mitbringen. Es ist kein bestimmter schulischer Abschluss vorgeschrieben, jedoch ist mindestens ein guter Hauptschulabschluss erforderlich, in der Praxis wird auf Grund der Ausbildungsinhalte häufig ein Sekundarschulabschluss bzw. das Abitur erwünscht.

Ausbildungsbeginn ist in der Regel der 1. August eines Jahres. Die Bewerbung sollte daher bis spätestens 31. Dezember des vorhergehenden Jahres bei der Ausbildungsstelle eingehen und neben dem Anschreiben mindestens ein Lichtbild, den Lebenslauf und eine Kopie des letzten Zeugnisses enthalten.

Für geeignete Bewerberinnen und Bewerber findet im Zuge des Auswahlverfahrens häufig ein Eignungstest statt. Hier sind Fragen zu technischen, mathematischen und allgemeinen Problemen zu beantworten. Bewerberinnen und Bewerber, die bei diesem Test gut abgeschlossen haben, werden sodann zu einem persönlichen Gespräch eingeladen.

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung ist der Vermessungstechniker sowohl im Innen- als auch im Außendienst einsetzbar. Der Vermessungstechniker im Außendienst führt Lage- und Höhenvermessungen aus und wirkt bei Liegenschaftvermessungen und bautechnischen Vermessungen mit. Dabei arbeitet er mit modernsten Technologien und Messinstrumenten (elektronische Tachymeter, Satellitenmessverfahren, Laserscanning, Grafische Programme, CAD, GIS). Jeder Handgriff muss sitzen, denn es geht um präzise Messungen, da hier die Grundverantwortung für alle weiteren Arbeitsprozesse liegt, an deren Ende verlässliche Informationen stehen sollen. Selbst kleine Abweichungen können zu fehlerhaften Ergebnissen im Arbeitsprozess führen und die Daten unbrauchbar machen.

Die Arbeit im Innendienst reicht von der Vorbereitung von Vermessungen, der Bearbeitung und Auswertung der im Außendienst gewonnenen Messergebnisse bis zum Erteilen von Auskünften. Die Bearbeitung der Messungsdaten setzt zum einen Verständnis von technischen und mathematischen Zusammenhängen voraus und zum anderen werden präzise Kenntnisse der verschiedenen Graphik- und Rechenprogramme benötigt.

Weiterführende Informationen für die Ausbildung zum Vermessungstechniker:

 

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